Buddhismus

Sri Lanka, bis 1972 Ceylon,  ist ein Inselstaat im Indischen Ozean, 237 km (Westküste der Insel) östlich der Südspitze des Indischen Subkontinents, und zählt 20,6 Millionen Einwohner.

Durch ihre Lage bildete die Insel von der Antike bis zur Moderne einen strategischen Knotenpunkt für die Seefahrt zwischen West- und Südostasien. Sie war eines der Zentren des antiken Buddhismus. Heute ist das Land eine multireligiöse und multiethnische Nation, in der neben dem Buddhismus vor allem der Hinduismus, das Christentum und der Islam bedeutende Religionen sind. Die Singhalesen machen den größten Teil der Bevölkerung aus. Die Tamilen stellen die größte Minderheit. Andere ethnische Minderheiten sind die Moors, Malaien, Burgher und die sri-lankischen Ureinwohner, die Veddas.

Sri Lanka ist bekannt für die Produktion und den Export von Tee, Kaffee, Kautschuk und Kokosnüssen. Die Insel ist aufgrund ihrer landschaftlichen Schönheit und ihres reichen Kulturerbes (zum Beispiel des Ayurveda) ein beliebtes Touristenziel.

Während des Zweiten Weltkriegs diente Sri Lanka den Alliierten als eine strategisch wichtige Basis im Kampf gegen das japanische Kaiserreich.Seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs der Wunsch nach Unabhängigkeit. Im Jahr 1948 konnte sich Sri Lanka nach friedlichen Verhandlungen von den Briten befreien.

Der Buddha – sein Name war Siddhattha (skr. Siddhartha) und sein Familienname Gotama (sanskrit: Gautama) – lebte im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung in Nordindien. Sein Vater war Herrscher des Königreichs der Sakyas (im heutigen Nepal). Seine Mutter war die Königin Maya. Nach der Sitte der Zeit wurde der Gotama Siddhattha sehr jung, im Alter von 16 Jahren, mit der Prinzessin Yasodhara vermählt. Der junge Gotama lebte in seinem Palast, und alles, was zum Wohlleben gehörte, stand ihm zur Verfügung.
Als er sich aber eines Tages ganz plötzlich der Realität des Lebens und dem Leiden der Menschheit gegenübergestellt sah, entschloß er sich, nach der Aufhebung des Leidens zu suchen und den Weg aus dem allgemeinen Leid zu finden. Mit 29 Jahren, bald nach der Geburt seines einzigen Sohnes Rahula, verließ er sein Königreich und wurde, auf der Suche nach dieser Erlösung, ein Asket. Sechs Jahre lang wanderte der Asket Gotama durch das Tal des Ganges, traf berühmte religiöse Lehrer, studierte und folgte ihren Systemen und Methoden und unterwarf sich selbst strengen asketischen Übungen. Da ihn all dies nicht befriedigte, gab er die überlieferten Religionen und ihre Methoden auf und ging seinen eigenen

In diesem Bemühen um Erlösung erreichte Gotama in seinem 35. Lebensjahr die vollkommene Erleuchtung (bodhi), nach der er als der Buddha – der Erleuchtete – bekannt wurde. Und zwar geschah dies am Ufer des Neranjara-Flusses bei Gaya (nahe Gaya im heutigen Bihar) unter einem Baum, der heute als Bodhi-Baum – Baum der Weisheit – verehrt wird.

Nach seiner Erleuchtung hielt Gotama, der Buddha, im Wildpark bei Isipatana (dem heutigen Sarnath) nahe Benares vor einer Gruppe von fünf Asketen, seinen früheren Gefährten, seine erste Lehrrede. Von jenem Tage an hat er 45 Jahre lang vor Männern und Frauen aller Volksschichten, vor Königen und Bauern, Brahmanen und Ausgestoßenen, Geldverleihern und Bettlern, Heiligen und Räubern gesprochen und gelehrt. Die Unterscheidungen der Kasten­ordnungen oder die Verschiedenheiten der sozialen Gruppierungen erkannte er nicht an; der Weg, den er lehrte, stand allen Männern und Frauen offen, die bereit waren, ihn zu verstehen und zu gehen. Im Alter von 80 Jahren verschied der Buddha in Kusinara (im heutigen indischen Bundesstaat Uttar Pradesh).

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Fußstellung des Buddhas

Mudras nennt man die Gesten der Buddha-Statuen. An der Fußstellung ist bei den liegenden der schlafende vom sterbenden Buddha zu unterscheiden. Schläft der Buddha, liegen die Füße parallel; stirbt er, ist der untere Fuß leicht vorgeschoben.

Mudras nennt man die Gesten der Buddha-Statuen. An der Fußstellung ist bei den liegenden der schlafende vom sterbenden Buddha zu unterscheiden. Schläft der Buddha, liegen die Füße parallel; stirbt er, ist der untere Fuß leicht vorgeschoben.

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Höhlentempel Dambulla

Etwa 150 Kilometer nordöstlich von Colombo befindet sich die Ortschaft Dambulla. Bereits im dritten Jahrhundert vor Christus ist dieses Gebiet Sri Lankas besiedelt gewesen. In den Felsen von Dambulla befinden sich zahlreiche Höhlen unterschiedlicher Größe, in denen Tempel errichtet worden sind und deren Wände man im ersten vorchristlichen Jahrhundert bemalt hat. Jeweils im elften, zwölften und 18. Jahrhundert sind diese Malereien erneuert worden. Als Anuradhapura, die frühere Hauptstadt Sri Lankas, von den Indern besetzt worden ist, hat König Valagamba 14 Jahre lang im Exil in den Höhlen von Dambulla gelebt.Insgesamt gibt es in dieser Gegend etwa 80 Höhlen, fünf davon sind sehr groß und können besichtigt werden. Von Ost nach West misst die größte Höhle, siehe Foto rechts, etwa 52 Meter und vom Eingang bis zur hinteren Wand rund 23 Meter. Am höchsten Punkt ist diese Höhle sieben Meter hoch. Die Gesamtfläche der auf die Höhlen verteilten Anlage beträgt 2.100 m2, es handelt sich um den größten Tempelkomplex des Landes. Innerhalb der Tempelhöhlen sind 153 Buddha-Statuen zu sehen. Ferner gibt es dort vier Götter-Statuen (Vishnu und Ganesha, die hinduistische Gottheiten sind) sowie drei Königs-Statuen. Die prächtigen Wand- und Deckenmalereien zeigen das Leben Buddhas. Leider sind sie an manchen Stellen von Wasser, das durch die Felsen sickert, arg in Mitleidenschaft gezogen.

Um zu den Höhlentempeln zu gelangen, muss man vom Fuße des großen goldenen Buddhas aus circa 600 Stufen erklimmen, die den rund 150 hohen Felsen hinauf führen. Die Aussicht auf die Landschaft in der Umgebung ist atemberaubend schön. In nordöstlicher Richtung liegt der imposante Sigiriya-Felsen, den man von Dambulla aus problemlos am Horizont ausmachen kann, siehe Foto rechts. Beim Aufstieg sollte man sich unbedingt Zeit lassen und die vielen Tiere und Pflanzen betrachten, die in Dambulla heimisch sind. Vor allem die Ceylon-Hutaffen kann man gar nicht übersehen, weil sie auf den Treppen sitzen und Besucher um Futter anbetteln. Obwohl die Tiere nett anzusehen sind, sollte man sie trotzdem nicht füttern. Achtung, manchmal werden sie frech und versuchen zu beißen. Oben angelangt, kann man permanent kreischende Vögel in großer Zahl an den Felsen entlang fliegen sehen. Hierbei handelt es sich um Malabar-Salanganen, die unter den Felsüberhängen brüten.

 

Goldener Tempel von Dambulla

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